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"Gott hilft denen, die anderen helfen."

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 26. August 2010 13:43Alter: 1 yrs
/ Rubrik: Weltweit

100 Jahre Methodistenkirche im Kongo

 

Vor hundert Jahren kamen John und Helen Springer nach Lubumbashi und begannen mit dem Aufbau einer Kirche. Aus diesen Anfängen entstand die Methodistenkirche im Kongo mit heute mehr als einer Million Mitgliedern, drei Bischöfen, unzähligen Grundschulen, einigen Berufsschulen und Universitäten, 200 Spitälern und Kliniken sowie Kapellen in vielen Dörfern.

Einzug der Pfarrerinnen und Pfarrer zum Festgottesdienst.

Am 11. Juli 2010 marschierten mehrere Tausend Methodistinnen und Methodisten in Umzügen durch Lubumbashi. Sie trafen sich zum Festgottesdienst bei der Jerusalemkirche, wo Gäste aus dem Kongo, aus Uganda, Simbabwe, Sambia, den USA und aus der Schweiz warteten. Die gut fünfstündige Feier illustrierte das Jubiläumsthema „Gestern - Heute - Morgen“. Wichtige Missionare und Schlüsselpersonen für die Entwicklung der Kirche wurden geehrt. Mit einer speziellen EMK-Hymne wurde Gott gebeten, die Kirche hier und jetzt zu segnen - von den Führungspersonen bis zum kleinsten Kind. Und dann wurde für den Frieden der Nation gebetet, so dass die Entwicklung weitergehen kann.

Ein Kernstück der Feier war die Ansprache von Bischof Katembo. Er dankte den Kongolesen, die mit John Springer zusammen den Grundstein der Kirche legten. Er dankte allen Missionaren, die während all der Jahre im Sinne John Wesleys bei der Entwicklung der Kirche und der Gesellschaft mitarbeiteten. Und er dankte für alle Partnerschaften - neue und langjährige - mit Christen auf der ganzen Welt, welche die Arbeit der Kirche trotz vieler Krisen und Herausforderungen immer wieder befruchten. Die anschliessende Predigt hielt Bischof Eben Nhiwatiwa aus Simbabwe. Umrahmt und aufgelockert wurde die Veranstaltung durch unnachahmliche Chöre und Tanzgruppen, welche afrikanische Gottesdienste oft  prägen und die ausländischen Gäste immer wieder neu beeindrucken.

An den Tagen vor und nach dem Festgottesdienst gab es noch andere Jubiläumsveranstaltungen. So wurde die Anwesenheit der ausländischen Gäste genutzt, um eine neue Kirche, ein Frauenhaus, ein Kinderheim sowie ein Denkmal der Kipendano (Frauendienst) einzuweihen.

Die Methodistenkirchen im Kongo und in der Schweiz und in Frankreich sind seit Jahrzehnten miteinander verbunden. Mehr als 50 Personen aus der Schweiz und aus Frankreich haben während dieser Zeit als Missionare im Kongo gearbeitet. Heute sind in der kongolesischen EMK allerdings kaum noch ausländische Mitarbeitende anzutreffen, denn die Bedürfnisse nach Zusammenarbeit haben sich grundlegend verändert: Viele Aufgaben der früheren Missionare können heute durch einheimische Fachleute erledigt werden. Gesucht sind aber Personen für kurzfristigere Aufgaben wie Beratung, Coaching oder das Vermitteln von internationalen Kontakten. Dank Internet und besseren Reisemöglichkeiten sind heute kurzfristigere Einsätze und Begegnungen möglich wie Gruppenreisen oder die gemeinsame Durchführung von Konferenzen und Schulungsveranstaltungen.

 

Autor: Andreas Stämpfli, Connexio

 


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